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Montag, 25. Januar 2010

Haiti - Ein Tagebuch der letzten zwei Wochen


Knapp 2 Wochen nach dem Erdbeben hat das Schweizerische Rote Kreuz Soforthilfe von über CHF 2,5 Mio. gesprochen. 60 Tonnen Hilfsgüter und 12 Helfer wurden nach Haiti geschickt. 6 Logistiker stellen die Entgegennahme und möglichst effiziente Verteilung der internationalen Rotkreuz-Hilfsgüter sicher und 5 SRK-Krankenschwestern und 1 Pfleger arbeiten mit einem Team des Deutschen Roten Kreuzes für die mobile Basis-Gesundheits-Klinik und für ein Feldspital.


Ein kleiner Rückblick

Mittwoch, 13.01.2010
Das Katastrophenteam des Schweizerischen Roten Kreuzes wird kurz nach Mitternacht über das Erdbeben von 7.3 auf der Richterskala in Haiti informiert. Am Morgen findet eine Task-Force statt, um die Lage und mögliche Hilfe zu beurteilen. Das Ausmass der Katastrophe lässt sich noch nicht abschätzen, jedoch ist schnell klar, dass es sich um eine grosse Zahl von Opfern handeln wird.

Das SRK stellt Nothilfe im Umfang von einer Million Franken zur Verfügung, an der sich die Humanitäre Hilfe des Bundes zur Hälfte beteiligt.

Schnell zeichnet sich ab, dass das Schweizerische Rote Kreuz sich innerhalb der weltweiten Rotkreuzbewegung um die Logistik der Hilfsgüter kümmern wird und die deutschen Kollegen im medizinischen Bereich unterstützt.

Donnerstag, 14.01.2010
Die Organisation läuft auf Hochtouren und langsam zeichnet sich ab, wie Hilfsgüter und Helfer nach Haiti gelangen können. Das amerikanische Militär hat die Überwachung des Flughafens Port-au-Prince übernommen.

Freitag, 15.01.2010
Ein SRK-Team bestehend aus 4 Logistikern und 3 Gesundheitsfachleuten besteigt den Flieger nach Haiti.

Samstag, 16.01.2010
Die 7-köpfige Truppe des Schweizerischen Roten Kreuzes ist in Port-au-Prince eingetroffen und macht sich ans Werk.

Sonntag, 17.011.2010
15 Tonnen Hilfsgüter werden in ein Charter-Flugzeug verladen und für den Abflug nach Port-au-Prince bereit gestellt. Mit an Bord sind Küchensets für 1000 Familien, Medikamente, Zelte, 1000 Plastikblachen für provisorische Unterkünfte, ein Allrad-Fahrzeug und ein leistungsfähiger Hubstapler.

Neben den Hilfsgütern für die Opfer in Haiti, werden mit der Charter-Maschine 2 weitere SKR-Logistiker und auch das ganze Material für die 'Emergency Response Unit Logistic' des Schweizerischen Roten Kreuzes transportiert. So z.B. 6 grosse Arbeitszelte, 2 Generatoren, ein IT-Kit sowie Nahrungsmittel und Trinkwasserreinigungssystem für unsere Leute vor Ort. Die SRK-Logistik-Einheit wird die Entgegennahme und möglichst effiziente Verteilung der internationalen Rotkreuz-Hilfe sicherstellen.

Montag, 18.01.2010
Die ersten 15 Tonnen Hilfsgüter des SRK sind zusammen mit den beiden Logistikern in Port-au-Prince angekommen. Das Nothilfe-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat in Port-au-Prince die logistische Abwicklung der internationalen Rotkreuz-Hilfslieferungen übernommen.

Dienstag, 19.01.2010
«Die Rotkreuz-Hilfe ist in vollem Gang», berichtet der SRK-Delegierte Frédéric Blas, der seit Sonntag in Port-au-Prince ist, per Skype. "In mehreren Rotkreuz-Feldspitälern und -Kliniken werden zahlreiche Verletzte versorgt. An verschiedenen Orten verteilt das Rote Kreuz sauberes Wasser und auch die vom SRK gelieferten Blachen werden an obdachlose Familien abgegeben."

Donnerstag, 21.01.2010
Weitere 45 Tonnen Hilfsgüter werden per Frachtflug nach Haiti geschickt: 460 Zelte, Blachen für 1‘000 Familien und acht Grosszelte zur Errichtung mobiler Kliniken, Schulen und Gemeinschaftsküchen.

Freitag, 22.01.2010
Sarah Bon arbeitet in einer mobilen Zelt-Klinik des Roten Kreuzes in Port-au-Prince. "Wir haben gestern zahlreiche Patienten behandelt, die meisten in Zusammenhang mit dem Erdbeben. Hauptsächlich Wundversorgung und Brüche. In unserem Team sind auch zwei sehr kompetente lokale Krankenschwestern, heute stösst noch eine Apothekerin dazu. Ich denke, wir werden bald sehr viel Arbeit haben....."

Montag, 25.01.2010
Andrea Schmid, Logistikerin im Katastrophen-Team des SRK berichtet aus Haiti:
"Es ist im Moment sehr streng wir kommen kaum zum Essen und Schlafen. Unser Tag beginnt morgens um 6.00 h und wir arbeiten fast pausenlos bis abends um 21.00h. Wir sind hier immer noch in einem provisorischen Camp mit wenig Komfort, staubig und heiss. Die Kommunikation ist ebenfalls sehr schlecht, dauernd gibt es Unterbrüche. Immer wieder hat es Nachbeben, welche sehr gut spürbar sind. Wir ernähren uns zur Zeit mit dem Mitgebrachten aus der Schweiz: Quick lunch, Trockenfrüchte, morgens etwas Brot und Konfi."

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