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Montag, 10. Mai 2010

Bangladesch: Ankunft im Grossstadtdschungel

Vor meiner Ausreise nach Bangladesch haben mich die Kommunikationsleute am Hauptsitz des SRK gebeten, regelmässig Texte für einen Blog zu schreiben – kleine Geschichten aus meinem Alltag als Gesundheitsdelegierte. Ich habe zugesagt – und dies ist meine erster Beitrag.

Doch zuerst muss ich mich vorstellen: Ich bin Cobie Visscher, 53-jährig, geboren in den Niederlanden. Cobie bedeutet in der lokalen Sprache von Bangladesch „Poet“ – nun, ich hoffe das ist ein gutes Omen, denn eigentlich bin ich keine grossartige Schreiberin.

Als Gesundheitsdelegierte des SRK werde ich vor allem (zu 70 Prozent) in Rasjhahi im Westen von Bangladesch, nahe der Grenze zu Indien arbeiten. 30 Prozent meiner Arbeitszeit sind zudem für die Hauptstadt Dakka vorgesehen, wo ich unsere lokale Partnerorganisation CAAP bei der Umsetzung des Aids-Programms unterstütze.

In den nächste Blogs werde ich mehr über meine konkrete Arbeit berichten.

Vorläufig besteht meine grösste Herausforderung darin, in dieser überbevölkerten, stickigen Grossstadt Dakka den Weg zu finden zu all den lokalen NGOs, mit denen wir zusammenarbeiten und zu den verschiedenen Rotkreuzbüros.



Jeden Tag frage ich mich: „Wie kann ein Mensch in dieser Stadt ein normales Leben führen?“ Die Strassen sind verstopft mit Menschen und Fahrzeugen, man weiss kaum, wie man sich von einem Ort zum andern fortbewegen soll.



Im Büro des Roten Halbmonds von Bangladesch hängt ein Papier an der Wand mit dem Slogan: „Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens.“ Ich hoffe nur, dass auch die Menschen ausserhalb des Rothalbmond-Büros erfahren von diesem Papier erfahren und sich die Worte zu Herzen nehmen. Mir ist schon nach wenigen Tagen klar, dass es in diesem Land sehr viel für uns zu tun gibt!



Die Fotos habe ich auf meinem Weg durch den Grossstadtdschungel aufgenommen, aus dem fahrenden Auto, denn ich hatte kaum Gelegenheit, auszusteigen. Nun freue ich mich auf nächste Woche. Da werde ich nach Rasjhahi reisen – eine sechsstündige Autofahrt entfernt.

Cobie Visscher, Gesundheitsdelegierte SRK
Das SRK in Bangladesch

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