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Dienstag, 15. Juni 2010

Vom Ruhen und Arbeiten in Bangladesch

Zurück in Dhaka bin ich richtig froh, dass ich der Hitze in Rajshahi mit 44 Grad Celsius entfliehen konnte. Allmählich verstehe ich die Bangladescher, die oft sagen, es sei viel zu heiss, um irgend etwas zu tun. Alex, unser Programmkoordinator in Dhaka hat mir die Arbeitshaltung der Leute hier zu erklären versucht – mit dieser Anekdote:

„Ein Fischer sass einmal entspannt am Seeufer auf einem bequemen Stuhl und schien sich auszuruhen. Da kam ein Händler vorbei und sah hunderte Fische im Wasser schwimmen und sogar durch die Luft springen. Er fragte den Fischer: Siehst du all diese Fische, die nur darauf warten, gefangen zu werden? Steh auf und mach dich an die Arbeit. Du kannst eine Menge Geld verdienen, ein grosses Haus kaufen, einen Fischhandel aufziehen und viele Leute anstellen. Und später, wenn du dich zur Ruhe setzt, kannst du dich entspannen und das Leben geniessen…“ Der Fischer schaute den Händler an und sagte: „Was erzählst du mir da! Genau das tue ich doch.“

Nun aber zurück zum Grossstadtleben.

Diese Woche ging ich mit unserer Partnerorganisation CAAP zur Aids-Aufklärung in die Slums von Dhaka. So lernte einige der ärmsten Gegenden der Hauptstadt kennen.


Die CAAP-Krankenschwester nahm mich mit in die Slums.


CAAP ist eine wichtige Partnerorganisation des SRK in Bangladesch. Die Abkürzung steht für „Confidential Approach to AIDS prevention”. Die Organisation betreibt ein Informationszentrum für HIV/Aids. Sie bietet Tests, Beratung, Behandlung und Unterstützung von Aids-Kranken an. Für die Aufklärung geht sie aber auch zu den Leuten.


Hier klärt eine freiwillige Mitarbeiterin von CAAP eine Frauengruppe über HIV/Aids auf.

Es war für mich sehr eindrücklich, die Slums zu besuchen und die Menschen dort kennen zu lernen. In einem andern Beitrag werde ich mehr darüber berichten.

Cobie Visscher, Gesundheitsdelegierte SRK in Bangladesch

Das SRK in Bangladesch

1 Kommentar:

  1. Es ist so schwierig sich solch eine Armut vorzustellen. Wie weit liegen doch die Massstäbe sueinander. Ich finde es toll, dass Ihr euch um diese Leute kümmert. Gut ab.

    LG
    Mathias

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