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Mittwoch, 13. April 2011

Togo: „Trotz Fortschritten ist Aids noch nicht besiegt“

Seit 15 Jahren steht er an vorderster Front bei der Bekämpfung der Aids-Epidemie im westafrikanischen Togo. Der 50-jährige Blaise Sedoh ist beim Roten Kreuz verantwortlich für die Prävention der sexuell übertragbaren Krankheiten.

Beim Besuch in der Schweiz bedankt er sich dafür, dass das Schweizerische Rote Kreuz im Jahr 1995 die Initiative ergriff, Jugendliche auszubilden, damit sie andere Jugendliche über das Risiko von HIV aufklären.




„Peer-education“ nennt sich dies in der Fachsprache. Und dies war ein Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung von Aids. Denn Togos Bevölkerung ist jung, ein Drittel ist weniger als 20 Jahre alt. Heute sind etwa 3 % der 6 Millionen Einwohner HIV-positiv, im Jahr 2004 waren es noch 7 %. „Wir sind stolz darauf, dass wir als Rotes Kreuz einen wichtigen Beitrag zum Erfolg im Kampf gegen die tödliche Epidemie geleistet haben“, sagt Blaise Sedoh.

Insgesamt 9‘000 junge Freiwillige klären Jugendliche im ganzen Land darüber auf, wie sich die Übertragung des HI-Virus vermeiden lässt. Das Rote Kreuz ist vor allem im ausser-schulischen Bereich und in ländlichen Gebieten tätig. Die Jugendlichen werden zu Informations-Veranstaltungen und Gratis-Tests eingeladen. Sie werden aber auch bei Sportveranstaltungen und mit speziellen Radioprogrammen erreicht. Zur Aufklärung gehört auch die Verteilung von Präservativen. Diese werden zu umgerechnet 5 Rappen abgegeben.

Nicht aufgeklärte Mädchen werden manchmal schon mit 12 Jahren schwanger. „Die ganz jungen Leute halten wir zur sexuellen Abstinenz an“, meint der erfahrene Jugendarbeiter. Aber wenn dies nicht möglich ist, sollen sie sich mit Präservativen schützen. Denn trotz Fortschritten ist Aids noch nicht besiegt. Auf Blaise Sedoh wartet nach seiner Rückkehr in sein Heimatland noch viel Arbeit.

Das SRK in Togo

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