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Dienstag, 2. August 2011

Swisscorcamp: Mazedonische Kinder und Capoeira

Die Stiftung Swisscor lädt Kinder aus ehemaligen Kriegs- oder Krisengebieten in die Schweiz ein. Dieses Jahr organisierten 16 Freiwillige der SRK-Jugend im Sommercamp das Freizeitprogramm. Devleta erzählt von ihren Erlebnissen am Sporttag.

Wer sind diese in weiss gekleideten Menschen? Und was haben die für seltsame Instrumente bei sich? Ich bin etwas verwirrt, aber trotzdem neugierig. Plötzlich fangen diese Menschen an auf ihren Instrumenten zu spielen und zu singen. Die Musik gefällt mir, ich klatsche im Takt mit und singe mit, obwohl ich die Sprache nicht verstehen. Die Menschen stellen sich vor: Sie sind eine Capoeira-Gruppe. Aber was ist Capoeira?


Tanz oder Kampf?
Wir sollen alle in einen Kreis stehen. Jeweils zwei der weiss gekleideten Menschen gehen in die Kreismitte und machen etwas, was wie Tanzen oder Kämpfen aussieht. Es sieht sehr schön aus. Ist das schwierig? Schon bald werde ich es selber erfahren. In den nächsten Stunde sollen wir nämlich Capoeira lernen.


Die weissen gekleideten Menschen erzählen uns, dass Capoeira eine Kampfkunst aus Brasilien ist. Afrikanische Sklaven wollten heimlich kämpfen üben. Damit ihr Boss aber nichts bemerkte, tarnten sie es als tanzen. Um ihr Kampftraining noch unauffälliger zu machen, spielten sie Musik dazu. Die Grundschritte sehen sehr einfach aus, sind aber kompliziert. Ähnliche Bewegungen habe ich schon in Hip-Hop-Videoclips gesehen. Dort sagen sie dem aber „Breakdance“. Mein Lieblings-Schritt ist der Luftkick! Dabei kann ich meine Wut loswerden.


Seltsame Instrumentensammlung
Die weiss Gekleideten stellen uns die speziellen Capoeira-Instrumente vor. Die haben alle lustige Namen: Agogô, Atabaque oder Reco-Reco. Eines sieht aus wie ein Tamburin, das kennen wir auch in Mazedonien. Ich schnappe mir sofort das Tamburin. Wir spielen nun alle zusammen die Instrumente und singen ein Lied. Auf welcher Sprache? Keine Ahnung – aber es tönt schön!


Zum Abschluss spielen wir alle zusammen Capoeira. Wir Kinder stehen im Kreis, spielen die Instrumente und singen. Die weiss Gekleideten holen jeweils einer von uns in den Kreis. Ich zeige meinen Luftkick und bin sehr stolz. Auch weiche ich gut der Attacke aus. Schade, dass der Workshop schon bald zu Ende geht. Capoeira ist mein neues Hobby! Darf ich vielleicht das Tamburin behalten?

Devleta und ihr geliebtes Tamburin. Capoeira ist ihr neues Hobby

Die SRK-Jugend organisierte das Freizeitprogramm im Camp. Sie engagierte die Capoeira-Gruppe Luanda aus Zürich für einen Workshop.

>>Über das Swisscorcamp
>>Jugend SRK

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