Entdecke die Heldin oder den Helden in Dir!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Splügen: Menschlichkeit machte Schule

Julia Zurfluh, Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums Jugend SRK, besuchte im Rahmen des Projekts „positive action – Menschlichkeit macht Schule“ die Oberstufe in Splügen/GR. An einem Nachmittag stellte sie den Schülerinnen und Schüler das Rote Kreuz vor.

Nach einer Reise mit Zug und Postauto über Stock und Stein wurde ich herzlich im kleinen Schulzimmer in Splügen empfangen. Ziel dieses Nachmittages: die Oberstufe Splügen ins Rote Kreuz einführen. Und sofort ging’s los. Alle Schülerinnen und Schüler bekamen von mir einige rote Teilchen. Daraus sollten sie etwas formen, was mit dem Thema meines Schulbesuches zu tun hat. Ohne einen Hinweis zu geben, formten die Jugendlichen rote Halbmonde. Die Klasse behandelte nämlich in der vorangehenden Stunde bereits die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und ist top informiert. Oder hätten Sie sich erinnert, dass in Persien für eine zeitlang ein roter Löwe als Rotkreuz-Zeichen diente? Ein Schüler wusste es!

Was könnte das wohl für eine Rotkreuz-Aktivität sein?

Sich in Henry Dunant versetzen
Die Klasse verfolgte den Film im Comic-Stil über die Schlacht von Solferino und die Entstehung des Roten Kreuzes aufmerksam. Henry Dunants Engagement beeindruckte sie sehr. Beim anschliessenden Rollenspiel mussten sie sich in Henry Dunant versetzten – und befolgten unbewusst die Regeln des humanitären Völkerrechts.

Ein „Verletzter“ kommt sicher im Spital an

Bei einer gespielten Schlachtszene mussten die Soldaten Verwundete ins Spital bringen. Ein paar Rotkreuz-Beobachter kontrollierten den Ablauf. Alle „Verletzte“ kamen im Spital an, egal ob Feind oder von der eigenen Armee, in der Reihenfolge der medizinischen Dringlichkeit. Die Klasse hat das humanitäre Völkerrecht begriffen.

Gemischtwarenladen Rotes Kreuz
Doch was macht eigentlich das Rote Kreuz? Die Entstehungsgeschichte und das humanitäre Völkerrecht kennen die Jugendliche ja nun. Jetzt war es an der Zeit, auch über die konkreten Aktivitäten des Roten Kreuzes im In- und Ausland zu sprechen. Ich legte einige Fotos auf den Boden. Jede Schülerin und jeder Schüler durfte sich eines auswählen. Anschliessend erzählte jeder einzelne, weshalb dieses Bild ausgewählt wurde und um welche Rotkreuz-Aktivität es sich handelt. Die Aufgabe leisteten sie meisterhaft. Die Klasse wurde sich über die Bandbreite der Rotkreuz-Einsätze bewusst.

Erklärung für mehr Menschlichkeit
In der Stunde zuvor haben die Schülerinnen und Schüler eine „Erklärung für mehr Menschlichkeit“ aufgestellt. Jeder einzelne hat sich überlegt, was er oder sie zu einer menschlicheren Welt beitragen kann und es ausgeschrieben. Ich bin überzeugt, dass die Jugendlichen ihre Versprechungen einhalten werden! In Splügen hat Menschlichkeit wirklich Schule gemacht.


Mehr zum SRK-Schulprojekt „positive action – Menschlichkeit macht Schule“ auf www.redcross.ch/schule .

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen