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Mittwoch, 16. November 2011

Globi und die Schmuck-Ausstellung

Vom 11. bis 13. November 2011 hat das SRK die wertvollsten Schmuckstücke aus dem Projekt „Altgold für Augenlicht“ in Bern ausgestellt. SRK-Mitarbeiterin Annette Godinez hat mit ihrem 3-jährigen Sohn die Ausstellung besucht.
„Mama, kommt der Globi auch an die Ausstellung vom Roten Kreuz?“ Joel schaut mich erwartungsvoll an. Ich erkläre ihm, dass Globi heute nicht im Mittelpunkt stehe, sondern alles, was glitzert, glänzt und funkelt: Ohrringe, Ketten, Broschen, Fingerringe,... „Ach so!“, ruft der kleine Mann altklug und macht sich trotz der kleinen Enttäuschung an, ein paar Baumnüsse, ein Taschentuch und einen Pinguin einzupacken. Er scheint eine klare Vorstellung zu haben, von dem, was uns im Möbelgeschäft MEER WOHNEN in der Berner Altstadt erwartet.


 Vom 11. bis 13. November 2011 hat hier das SRK seine Schmuck-Kollektion ausgestellt. Alle ausgestellten Schmuckstücke sind dem Projekt „Altgold für Augenlicht“ gespendet worden. Mit dem Erlös aus dem Verkauf ermöglicht das SRK Hilfe für blinde und sehbehinderte Menschen in Afrika und Asien.

Als wir ankommen, hat Sara von Moos, die als Freiwillige den Schmuckverkauf betreut, bereits alle Hände voll zu tun. Jedes einzelne Schmuckstück soll schön präsentiert werden und zur Geltung kommen. Auch Miss Earth Schweiz 2010, Liza Andrea Kuster, hilft tatkräftig mit. Sie hat in ihrem Wahljahr das Projekt unterstützt und viele junge Menschen dazu animiert, für „Augenlicht schenken“ zu spenden.


„Bei dieser Ausstellung mitzuwirken, bedeutet mir viel“, sagt Liza, die nun als Moderatorin und Model für Nachhaltigkeit arbeitet. „Glitzer und Glamour für einen guten Zweck – das widerspiegelt die Philosophie, die mich bereits als Miss Earth Schweiz überzeugt hat.“


Liza trägt selber Kontaktlinsen und weiss aus eigener Erfahrung, wie rasch die Lebensqualität eingeschränkt ist, wenn man nicht gut sieht. „Es ist mir deshalb ein grosses Anliegen, „Altgold für Augenlicht“ zu unterstützen und mich für das Rote Kreuz und seine lange humanitäre Tradition einzusetzen“.

Während ich mich mit Liza unterhalte, macht Joel eifrig Notizen von unserem Gespräch – damit ich später noch wisse, was „die grosse Frau“ gesagt habe. Er hat bei Katharina von Samson, die ebenfalls ihren Schmuck ausstellt, viele Sugus-Täfeli entdeckt und darf sich eines davon nehmen.



Zuhause erzählt er seinem Vater, dass Globi eben nicht gekommen sei ins Rote Kreuz, dafür „eine rote Frau“. Als ich später Joels Jackentasche leere, finde ich nebst den Baumnüssen drei blaue Sugus.


Die Ausstellung und der Verkauf verlaufen erfolgreich. Mit dem Erlös können rund 200 blinde Menschen operiert und wieder sehend werden. Ein unvorstellbares Geschenk.

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