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Donnerstag, 3. Mai 2012

Claudia, Paul und Franz sind Fan vom Roten Kreuz










Die Kampagne "Ich bin Fan vom Roten Kreuz" zeigt auf den Bildern keine professionellen Models, sondern Menschen wie Sie und wir. Die SRK-Mitarbeiterin Isabel Rutschmann hat das Fotoshooting begleitet und erlebt, wie die Fans vom roten Kreuz ihre Befangenheit überwunden haben.

Die Models, die für das SRK vor der Kamera stehen, sind in ihrem normalen Leben keine Stars. Aber sie haben ein besonderes Merkmal gemeinsam: Sie alle nutzen eine Dienstleistung des Schweizerischen Roten Kreuzes wie den Fahrdienst, den Besuchsdienst, den Entlastungsdienst, den Notruf  oder den Kinderhütedienst.

Da ist zum Beispiel Claudia (37). Sie ist mit ihren beiden Kindern (4 und 1½ Jahre) angereist. Als Claudia mit dem zweiten Kind schwanger war, musste sie wochenlang im Bett liegen. «Ich wüsste nicht, was ich in dieser Zeit ohne den SRK-Kinderhütedienst gemacht hätte», sagt sie rückblickend.

Der jüngere Sohn ist ein Wildfang, der alle sechs Erwachsenen der Shooting-Crew auf Trab hält. Während die Visagistin Anja Elvers die Kleider für die Aufnahmen ausliest und die Mutter schminkt, ist keine der zahlreichen Steckdosen im Fotostudio vor dem Kleinen sicher. Als aber Claudia und ihr Töchterchen endlich fertig umgezogen, frisiert und geschminkt unter den Scheinwerfern sitzen, ist der Kleine eingeschlafen - und fehlt drum auf diesem Foto.



Auf den offiziellen Fotos der SRK-Kampagne muss der Sohn aber unbedingt mit dabei sein. Er wird ganz sanft geweckt und schreit sofort laut los. Alles, nur nicht Mamas Schoss. Doch die Crew und die Mutter behalten die Nerven und so strahlt zu guter Letzt Claudia mit beiden Kindern entspannt in die Kamera.

Paul hingegen kann nichts aus der Ruhe bringen. Er ist seit 100 Jahren auf dieser Welt und lebt
alleine in einer kleinen Wohnung. Als treuen Begleiter trägt er einen SRK-Notruf am Handgelenk, «zur Sicherheit - falls ich mal stürzen sollte».


Geduldig hält er die Wange hin, als die Visagistin mit gekonnten Pinselstrichen das Rote Kreuz aufmalt. Als sich Kamera und Scheinwerfer voll auf ihn richten, lächelt Paul professionell. Die Bilder sind in kürzester Zeit gemacht und die Reihe ist an Franz (72). Nach einer Operation an der Wirbelsäule ist er teilweise gelähmt und darum im Rollstuhl unterwegs. Zwei Mal pro Woche nutzt er den SRK-Entlastungsdienst. «Werde ich jetzt ein Star?», fragt er, als er vor der Kamera sitzt und die ganze Crew gespannt auf ihn blickt. Ein Star vielleicht nicht gerade, findet Anja Elvers. Aber zumindest der Überbringer einer wichtigen Botschaft: «Ich bin ein Fan des Schweizerischen Roten Kreuzes.»

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