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Montag, 18. Juni 2012

Starke Worte am Flüchtlingstag in Basel

Benedikt Pfister ist Vertreter des SRK Basel im Organisationskomitee des Flüchtlingstages. Er ist für die Werbung und die Medienarbeit verantwortlich und fasst "seinen" Flüchtlingstag zusammen.












Endlich - nach manchem Regenjahr- schien am Flüchtlingstag in Basel die Sonne. Eher frostig ist dagegen das politische Klima in der Asylthematik. Ausgerechnet in den Tagen vor dem Flüchtlingstag verschärfte der Nationalrat das Asylgesetz in mehreren Punkten. Gefreut hat mich deshalb, dass der Basler Regierungsrat Christoph Brutschin (SP) die Verschärfung des Asylgesetzes eine Schande nannte -  in Anlehnung an einen Beitrag von Schriftsteller Lukas Bärfuss im Tages Anzeiger.

Es sei nun an der Zeit, fuhr der Regierungsrat fort, dass sich all jene Menschen stärker zu Wort melden, die für eine offene Schweiz  einstehen. Man solle den Kontakt zu Nachbarn, Freunden und Arbeitskollegen suchen und sich für einen humanen Umgang mit Flüchtlingen einsetzen – auch wenn die Meinungen manchmal auseinandergehen. 

Susin Park: Die Menschen hinter den Zahlen nicht vergessen.

Susin Park, Leiterin des UNHCR Büros für die Schweiz und Liechtenstein, erinnerte in ihrer Rede daran, dass die meisten Fluchtbewegungen gar nicht erst in die industrialisierten Länder gehen. Vom „Arabischen Frühling“ ausgelöste Fluchtwellen etwa seien in erster Linie von den Nachbarländern aufgefangen worden. Park plädierte dafür, in den Diskussionen zur Asylthematik die Menschen hinter den Zahlen nicht zu vergessen.

Urs Hess, der Präsident des Baselbieter Landrates (SVP), störte sich vor allem an langen Verfahren, bis es zu einem Asylentscheid kommt. Hess verlangte von allen Seiten Offenheit, Ehrlichkeit und Anstand. Es sei auch ein Zeichen von Offenheit, wenn sich Flüchtlinge anpassen und die lokale Sprache lernen.

Reggae Groove mit Djanta.

Mit heiteren und positiven Klängen hatte französische Reggae-Musiker Djanta vor den Reden den Flüchtlingstag eröffnet. Der fröhliche Sound passte gut zum sonnigen Wetter. Allerdings war es am späteren Nachmittag noch zu heiss, um das Tanzbein zu schwingen. Ein Heimspiel hatte die Sängerin Bettina Schelker, die nach zwei Jahren auf Tournee, wieder einmal in ihrer Heimatstadt Basel spielte. Einen gelungenen Abschluss des Flüchtlingstages lieferte die Band Bajanski Bal. Die osteuropäischen Klänge der selbsternannten „russischen Heimwehband“ lockten zusätzliches Publikum auf den Theaterplatz.


Heimwehklänge aus Russland in Basel.


Der Flüchtlingstag des Region Basel wird getragen von:
Schweizerisches Rotes Kreuz Basel
Rotes Kreuz Baselland
SAH Region Basel

Caritas beider Basel
HEKS-Regionalstelle beider Basel

Die Swisslos-Fonds der Kantone Baselland und Basel-Stadt unterstützen den Anlass.




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