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Mittwoch, 5. September 2012

Christina Surers Reise nach Nepal: Tag 2 - Kathmandu


Die Botschafter/-innen des Schweizerischen Roten Kreuzes unterstützen die humanitäre Arbeit des SRK im In- und Ausland.  SRK-Botschafterin Christina Surer war mit dem SRK in Nepal und hat ein Tagebuch geführt. Tag 2 Führt sie durch Kathmandu.







Tag 2

Ankunft in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Der erste Kulturschock schon am Flughafen! Was für ein Lärm, was für eine Hitze, was für ein Durcheinander! Wunderbar! Und dann schon das erste witzige Erlebnis: Vor der Grenzkontrolle eine endlose Warteschlange. Und das nach unserer strapaziösen Reise und bei knapp 40 Grad Hitze im Flughafengebäude. Also stelle ich mich einfach beim Diplomaten-Schalter an. Versuchen kann man es ja. Und tatsächlich: Der Grenzbeamte schmunzelt und winkt mich durch! Geschafft. Ich bin in Nepal!

Am Flughafen wartet bereits ein Mitarbeiter vom lokalen Roten Kreuz auf uns. Mit zwei winzigen Taxis made in India geht’s zum Hotel. Erstaunlich, wie viele Menschen und Gepäck man in die Mini-Autos hineinbringt. Im Hotel kurz frisch machen, etwas trinken und dann los in die Stadt!


Die Fahrt ins Zentrum ist ein Vorgeschmack auf das, was wohl noch kommt. Kathmandu zeigt sich von seiner armen Seite. Am Strassenrand hausen mausarme Menschen, Kinder in verdreckten Kleidern betteln an den Kreuzungen. Es ist heiss. Und es stinkt. Abfallberge türmen sich entlang der Strassen. Der Fluss ist eine Kloake. Lungen und Augen brennen von den Abgasen. Und dazwischen: Auch immer wieder wunderbar schöne Bilder. Menschen, die in den Tempeln Kerzen anzünden, eine Frau in der bunten Landestracht, die sich gerade die langen Haare kämmt, Kinder, die mit einer Blechbüchse Fussball spielen. Was für Gegensätze!

Zusammen mit Claudia vom Roten Kreuz und Nathan und Silvan von der Schweizer Illustrierten schlendere ich durch die Strassen Kathmandus. Am Nachmittag das erste nepalesische Essen: Dal Bhat, das typische Gericht hier, Reis und Linsen. Es schmeckt überraschend gut. Am frühen Abend wieder zurück ins Hotel. Es gibt eine kurze Nacht: Schon morgen früh geht es weiter in den Südwesten des Landes.


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