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Montag, 10. September 2012

Christina Surers Reise nach Nepal: Tag 5 - Begegnungen im Bergdorf

Der Lebensbaum im Bergdorf Salyan,  eine blitzblanke Puppenstube und unerwarteter nächtlicher Besuch.








Tag5


Wir sind im nepalesischen Hochland angekommen. Knapp 2000 Meter über Meereshöhe. Die Luft ist spürbar dünner. Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit haben uns befallen. Aber die Strapazen sind schnell vergessen. Das Dorf ist eine Pracht! Steile Gassen führen auf einen kleinen Hügel, ganz oben ein sogenannter Lebensbaum, eine Art Dorfzentrum. Alt und Jung, Kinder, Ziegen und Hühner tummeln sich im Schatten des riesigen Baumes.




Vergessen ist die Hektik Kathmandus. Eine Frau bittet uns in ihr Haus. Das ganze erinnert an eine Puppenstube. Alles ist mini! Die Eingangstüre, die Fenster, die Raumhöhe. Und erstaunlich: Alles ist blitzblank geputzt im zweistöckigen Häuschen. Unten wird am offenen Feuer gekocht, oben wird geschlafen. Sofa oder TV? Fehlanzeige!

Wir wohnen etwas unbescheidener. Im besten Hotel der Stadt, sozusagen. Was hier bedeutet: Ein schmuckloses Zimmer, keine Aircondition, kein eigenes Bad, kein eigenes WC. Sanitäre Anlagen gibt es genau eine. Und die teilen wir uns. Das heisst: ein Plumpsklo und ein einziger Wasserhahn mit fliessend Wasser für uns alle. Aber was solls. Schliesslich bin ich nicht zum Plausch hier.

Den Tag verbringen wir mit Akklimatisieren und einer ausgiebigen Dorfbesichtigung. Zum Abendessen gibt’s … natürlich Dal Bhat, das nepalesische Nationalgericht mit Linsen und Reis. In der Nacht bekomme ich unerwarteten Besuch: Hunderte Falter haben sich in meinem Zimmer niedergelassen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mein bescheidenes Zimmer mit ihnen zu teilen. Gut Nacht.


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