Entdecke die Heldin oder den Helden in Dir!

Freitag, 5. Oktober 2012

Swisscor-Camp: Junge Freiwillige zeigen Herz

Die Stiftung Swisscor lud diesen Sommer 80 Kinder aus Moldawien für ein Sommerlager ins Kinderdorf Pestalozzi in Trogen/AR ein. Fern ab ihrer Heimat konnten sie für zwei Wochen ihren Alltag vergessen. Zusätzlich erhielten sie medizinische Versorgung. 11 junge Freiwillige aus dem SRK organisierten das Freizeitprogramm und begleiteten die Kinder im Alltag. Eine davon war Anna Tekako, die hier über ihre Erlebnisse berichtet.













Nach der Matura wollte ich meine Sommerferien einem guten Zweck widmen. Deshalb meldete ich mich beim Roten Kreuz als Animatorin für das Swisscor-Camp an. Mit weiteren 10 jungen Freiwilligen organisieren wir das Freizeitprogramm für die Kinder. Am 26. Juli war es so weit. Ich durfte mit Freiwilligen des Roten Kreuzes, der Stiftung Swisscor und den Pädagogen des Kinderdorfs 80 Kinder aus Moldawien willkommen heissen.

Medizinische Hilfeleistung
Alle Kinder, egal ob offensichtlich krank oder angeblich gesund, wurden medizinisch durchgecheckt und seinen Bedürfnissen entsprechend behandelt. Ich durfte miterleben, wie man drei gehörlosen Mädchen neue Hörgeräte anpasste. Für sie begann ein neuer Lebensabschnitt, denn das Hören ist für die geistige und seelische Entwicklung entscheidend. Ihr Glück hat uns alle berührt.



Der Postenlauf: ein Highlight
An einem Morgen organisierten wir Rotkreuz-Freiwilligen einen Postenlauf für die Kinder. Ich erwartete die Kinder beim Posten, „Büchsen werfen“. Pro Person hatte man drei Tennisbälle, um die Büchsenpyramide zum Einsturz zu bringen.


Meine Kollegin, die den Eierlauf betreute, erzählte mir von einem schönen Erlebnis. Ein Junge hatte den Parcours auf einem Rollstuhl fehlerlos beendet. Er konnte sein Glück kaum fassen und teilte seine Freude mit den anderen Kindern. Mit dem Postenlauf haben wir den Geschmack der Kinder getroffen.



Bleibende Erinnerungen

Das 15-tägige Camp begann mit guter Laune. Es wurde viel gelacht und der Spass hörte nie auf. Umso schwieriger war es, Abschied zu nehmen. Tränenreich sagten wir uns gegenseitig Lebewohl.


Das Kinderlager hat mich emotional und spirituell geprägt. Ich sammelte wertvolle Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Ich lernte im Swisscor-Camp nicht nur Kinder und Erwachsene anderer Nationen kennen, sondern erfuhr auch sehr viel Menschlichkeit und Solidarität. Den Kindern bin ich dankbar für ihre Geduld und ihr Verständnis. Sprachlich hatten wir uns kaum verstanden. Dennoch konnten wir bewusst und unbewusst viele Weisheiten mitnehmen. Ich freue mich schon aufs nächste Lager.


Jugendrotkreuz
Swisscor



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen