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Montag, 15. Oktober 2012

Wie man aus Dreck Geld macht

Handwerk hat goldenen Boden - auch wenn der Werkstoff Plastik ist. Monika Christofori, SRK-Programmverantwortliche für Nepal erzählt, wie nepalesische Frauen im Recyclinggeschäft ein neues Auskommen finden.







…“Phohor bata mohrar“ heisst es so schön auf Nepali: "Wie man aus Dreck Geld macht." Genau das tun sie, die 24 Frauen, die im August an einem Ausbildungskurs des Nepalischen Roten Kreuzes teilnahmen. „Wir haben gelernt, aus Plastikabfällen nützliche Sachen herzustellen“ erklärt Shobha.


Stolz zeigt Shoba ihre neue Handtasche. Es ist kaum zu glauben, dass diese aus Abfallresten gewoben ist. „Ich habe einen Tag gebraucht, um sie anzufertigen. Zuerst sind wir alle in die Stadt gegangen und haben Plastikabfall gesammelt, von Nachbarn, aber auch aus Läden“ sagt Shobha.

Vor allem das dicke und reissfeste Plastik, in dem Stoffballen eingewickelt sind, ist kostbar. Aber auch Milchtüten, Plastiksäckli, in denen Speiseöl oder Suppenpulver verpackt wird, sowie normale Plastik-Einkaufstüten werden verarbeitet. Aus ihnen werden in liebevoller Handarbeit ansehnliche Körbchen, Blumenvasen, Geldbeutel und Abfalleimer.



Ishwor Regmi, Projektleiter vom Roten Kreuz ist hocherfreut. Die Frauen haben schon verschiedene Aufträge erhalten und ihre Produkte verkaufen sich sehr gut.  „Ich bin sehr glücklich“, berichtet Shoba erleichtert. „Mein Mann arbeitet in Indien und schickt nur sehr wenig und unregelmässig Geld nach Hause. Durch den Verkauf der Sachen kann ich meinen beiden Kindern die notwendige Schulausrüstung zahlen. Mit ein paar anderen Frauen wollen wir einen kleinen Laden in der Stadt Nepalgunj eröffnen“.


Neue Perspektiven dank alten Plastiksäcken.




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