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Dienstag, 5. Februar 2013

Nach dem Taifun: Weihnachten auf den Philippinen

Zwei Monate nach dem Taifun Bopha sind auf den Philippinen noch immer tausende Menschen obdachlos. Gleich nach der Sturmflut lieferte das SRK Notunterkünfte und Hilfsgüter. SRK-Mitarbeiter Carlos Ortega wurde auf die Philippinen abdelegiert.









Als am 4. Dezember 2012 der Taifun «Bopha» über die Philippinen hinwegfegte, habe ich dies, wie viele hier, kaum mitbekommen, schliesslich stand Weihnachten vor der Tür. Ein Telefonat der Abteilung Not- und Katastrophenhilfe brachte die Auslandsnachricht schlagartig in meinen Alltag. «Wir liefern Notunterkünfte und Hilfsgüter für Familien - Du gehst als Delegierter auf die Philippinen.»  Meine Zusage bedeutete: Weihnachten weit weg von der Familie und ein erster Einsatz auf dem asiatischen Kontinent.

Der Taifun Bopha traf die philippinische Bevölkerung völlig unvorbereitet. Seit 100 Jahren hat kein so starker Taifun diese Region heimgesucht. Über tausend Personen kamen ums Leben,  216‘000 Häuser wurden total zerstört. So auch die Provinz  Compostela Valley. Unter diesem Schlamm und Geröll befanden sich ein Fluss, ein Ferienresort und die malerische Ortschaft Andap.


Die Hilfsgüter des SRK lagern auf der ganzen Welt verteilt, um möglichst schnell eingesetzt werden zu können. So konnten 250 Familienzelte, 350 Familenkits und sechs grosse Mehrzweckzelte via Air Charter vom SRK-Lager in Malaysia nach Davao-City auf die Insel Mindanao geschickt werden. Meine Arbeit war es unter anderem dann, gemeinsam mit den Experten des Philippinischen Roten Kreuzes in Manila herauszufinden, wo die Familienzelte am besten aufgestellt werden sollten. Kennt man weder die Gepflogenheiten noch die administrativen Abläufe eines Landes, ist das nicht immer einfach. Zum Glück konnte ich auf meine Kolleginnen und Kollegen des Philippinischen Roten Kreuzes zählen.



Wir einigten uns auf ein Gebiet neben drei Grund- und Mittelschulen, die nach der Katastrophe als Evakuations-Zentren genutzt wurden. Solange die Schulhäuser bewohnt waren, konnte aber der Schulbetrieb nicht wieder aufgenommen werden. Die Freiwilligen erfassten also alle Familien und teilten ihnen Zelte und Family-Kits zu.  Seife, Decken, eine Lampe, Schreib- und Kochgerät enthält die Familienkiste normalerweise. Doch Messer waren diesmal keine dabei. So viele Menschen in dieser schwierigen Krisensituation mit Küchenmessern zu bewaffnen, sei keine gute Idee, meinten die Verantwortlichen des Philippinischen Roten Kreuzes.


Dafür brachten die Petrollampen, die Buntstifte und Bilderbücher Weihnachtsstimmung in die Familienzelte - auch wenn viele Menschen noch völlig unter dem Schock der Sturmflut standen.
Meine Weihnachtsfeier verbrachte ich im Kreis der Rotkreuzfamilie - und mit jener sagenumwobenen tropischen Frucht Durian, auf die die Philippinos so stolz sind. «Die Frucht stinkt höllisch und schmeckt himmlisch», sagen die Einheimischen. Und sie haben völlig recht damit.


Die Playlist zum Einsatz:




 Die Diashow zum Einsatz.






1 Kommentar:

  1. Ein Kommentar zum Taifun „Haiyan" auf den Philippinen

    Der ursächliche Grund für immer mehr verheerende Naturkatastrophen und das Elend der davon betroffenen Menschen ist die weltweit exponentiell ansteigende Überbevölkerung. Zu viele Menschen verursachen den enormen CO2-Ausstoss, der die Klimakatastrophe verursacht. Zudem werden weiterhin zu viele Menschen geboren, denen dann die Grundlagen für ein menschenwürdiges Leben fehlen. Wir sollten daher endlich nachdenken und weltweit nicht noch mehr Kinder in die Welt setzen, die dann hungern oder aus ihren Heimatländern flüchten müssen, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Der Mensch sollte endlich vernünftig genug sein, sein Bevölkerungswachstum einzudämmen, sonst wird er die Natur und sich selbst zerstören. In den letzten 44 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt. Bleibt es so, dann werden im Jahr 2050 bereits 15 Milliarden Menschen auf der Erde leben – das ist die eigentliche Katastrophe, die verhindert werden muss. Bitte informieren Sie die Öffentlichkeit über unsere Petition für weltweite Geburtenregelungen bei der weltgrössten Plattform change.org: http://chn.ge/1bSmBDH

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