Entdecke die Heldin oder den Helden in Dir!

Donnerstag, 28. März 2013

Hilfe für Mome aus Laos


In Laos sind viele Familien so arm, dass ein Krankheitsfall sie rasch in den Ruin treibt. Viele zögern deshalb den Arztbesuch hinaus und gefährden ihr Leben. Mome, ein 8-jähriger Junge aus dem Bezirk Nambak, hatte Glück. Die Reiseerlebnisse der SRK-Mitarbeiterin Petra Hörig wurden aufgezeichnet von Annette Godinez.












Mome bin ich bei meiner letzten Reise nach Laos begegnet. Die Begegnung mit ihm und seinem Vater ist mir lange nachgegangen. Es war in einem Spital im Bezirk Nambak. Wir besuchten Patientinnen und Patienten, die alle dank dem Gesundheitsfonds des Roten Kreuzes in Behandlung waren.
Dieser Gesundheitsfonds ist eine Art Krankenversicherung und ermöglicht der ärmsten Bevölkerung den kostenlosen Zugang zu medizinischer Versorgung. Auch der Transport und die Verpflegung im Spital wird daraus bezahlt.

Eine Mutter zeigt stolz ihren Ausweis, der sie zum Bezug von Leistungen
aus dem Gesundheitsfonds berechtigt.

Mome war am Vortrag ins Spital eingeliefert worden. Die Anreise, so erzählte sein Vater, war streng: Neun Kilometer Fussmarsch, 25 Kilometer Autofahrt. Doch Mome war fiebrig und matt, er konnte nicht selber gehen. Momes Vater trug ihn die neun Kilometer auf dem Rücken.

Mome mit seinem Vater im Spital
„Typhus“ diagnostizierten die Ärzte bei Mome. Typhus ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel übertragen wird. In Ländern mit niedrigen Hygienestandards ist die Krankheit stark verbreitet. Ohne Behandlung endet die Krankheit bei Kindern und geschwächten Personen häufig tödlich.

In Laos gibt es in vielen Dörfern keine Latrinen und oft auch keine Brunnen. Dann vermehren sich Bakterien rasant. Deshalb baut das SRK gemeinsam mit seinen lokalen Partnern Brunnen und Latrinen.



Ein Mädchen wäscht sich die Hände an einem Brunnen, der durch das SRK finanziert worden war.
Mome erhielt Antibiotika und musste einige Tage im Spital bleiben. Teilnahmslos, beinahe apathisch liess er unseren Besuch über sich ergehen und ich spürte, wie froh er um die Anwesenheit seines Vaters war. Die Ärzte versicherten mir, dass sich Mome nach ein paar Tagen erholen würde. Das stimmte mich zuversichtlich und ich hoffe, dass Mome heute wieder lachen kann.


Die SRK-HIilfe in Laos ist Teil unseres langjährigen Engagements
für die Opfer vergessener Katastrophen.

Auch die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften IFRC macht dieses Jahr mit ihrer Kampagne silent disasters auf das Schicksal derjenigen aufmerksam, deren Stimme sonst ungehört verhallt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen