Entdecke die Heldin oder den Helden in Dir!

Donnerstag, 4. Juli 2013

Kein Staat zu jung, Blutspenden zu sammeln


«Schenke Leben, spende Blut»: Unter diesem Motto wurde auch im jüngsten Staat der Welt, in Südsudan, im Juni der Internationale Tag des Blutspendens begangen.  Der Südsudan-Delegierte des SRK, James Mwansa berichtet, wie das Rote Kreuz neue Spender rekrutierte.














Um die Öffentlichkeit für das wichtige Gesundheitsthema zu sensibilisieren, unterstützte das SRK das Südsudanesische Rote Kreuz bei einer Medienkampagne. Mit  Radiosendungen und einer TV-Talkshow konnten wir eine grosse Anzahl Menschen erreichen. Viele hörten zum ersten Mal davon, wie wichtig es ist, dass jederzeit genügend Blutreserven vorhanden sind.


Als besondere Attraktion wurde in der Hauptstadt Juba ein Fussballmatch ausgetragen, bei dem ebenfalls für die freiwillige und unentgeltliche Blutspende geworben wurden.  Rund 5000 Menschen kamen zu dem Anlass. Um ein Zeichen zu setzen, spendeten Rotkreuz-Freiwillige vor Ort  Blut. Rund sechs Liter kamen so zusammen.
Bluttransfusionen werden in Südsudan in erster Linie bei Geburtskomplikationen gebraucht, aber auch bei schwerer Blutarmut von Kindern und nach Unfällen. Derzeit werden jährlich rund 5000 Spenden geleistet. Das ist zu wenig, um den Bedarf zu decken. Doch das grösste Problem ist, dass viele Menschen in abgelegenen Regionen wegen der schlechten medizinischen Versorgung gar keinen Zugang zu sicherem Blut haben.




Laut dem  Gesundheitsministerium ist die Verbesserung der Versorgung mit sicherem Blut eine ihrer Prioritäten. Doch die Herausforderungen sind  enorm, denn die technischen Voraussetzungen und die Infrastruktur sind nach vielen Jahren des Krieges völlig ungenügend. Die Veranstaltungen zum Blutspendetag am 14. Juni waren aber ein wichtiger Schritt, um die Problematik bekannter zu machen.


Weiterführende Links:
- Das SRK in Südsudan
- Sicheres Blut - Rohstoff des Lebens
- Blutsicherheit - Projekte des SRK




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen