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Montag, 12. August 2013

Freude an den kleinen Dingen



Die Stiftung Swisscor lud diesen Sommer 87 Kinder aus Moldawien zum Sommerlager nach Schwarzenburg ein.  Junge Freiwillige aus dem SRK organisierten Spiel und Freizeit und im Projekt chili lernten die Jungen und Mädchen, wie sie Konfliktsituationen besser meistern können. 

Angela Tanner und Thomas Hofer vom SRK haben die Kinder in Schwarzenburg besucht und das chili-Training begleitet.

Sie stammen alle aus ärmsten Verhältnissen, die 87 Jungen und Mädchen aus Moldawien. Sie neun bis zwölf Jahre alt,  verwaist oder von ihren Eltern verlassen. 


Viele sind teilweise (hör-)behindert. Sie lernen viel in diesem Sommerlager. Offen, kreativ und konstruktiv mit Konflikten umgehen - das steht auf dem Programm der drei erfahrenen chili-Trainer des SRK.


«Sich einfach fallen lassen», ist eine dieser Übungen zu Konfliktsituationen. Im Kreis werden die Kinder gestützt und aufgefangen. Das sieht zwar einfach aus, ist es aber nicht. Langsam lernen die Kinder, sich gegenseitig zu vertrauen. Unterstützt werden sie von einem chili-Trainer sowie einer Betreuungsperson aus Moldawien.

Der chili-Trainer des SRK erklärt den Kindern eine Übung zum Thema Körpersprache. Immer dabei ist eine Person, die auf rumänisch oder russisch übersetzt.



Während des chili-Kurses diskutierten die Kinder auch die Frage: «Was ist eigentlich ein Konflikt?». Ein abwechslungsreiches und intensives Programm also. Die Kinder sind froh, ein paar Tage aus ihrem Umfeld ausbrechen und in der Schweiz so viel Spannendes erleben zu können.


Während des gesamten Swisscor-Camps wurden die Kinder aus Moldawien von jungen Freiwilligen der Jugend vom SRK unterstützt.

Obwohl wir das Camp nur für ein paar Stunden besucht haben, hinterliess es bei uns einen bleibenden Eindruck. Alle Helfer, Trainer, Organisatoren und Jugendliche, denen wir an diesem Vormittag begegnet sind, strahlten eine grosse Freude, Zufriedenheit und Freundlichkeit aus.

Während dem Kurs war es sehr spannend mitanzusehen, wie die Kinder trotz vielen möglichen Barrieren (z.B. die Sprache, Hörbehinderung) mit grosser Freude und ohne Probleme zusammen mit den chili-Trainern und mit uns kommuniziert haben. Hinreissend war die Neugier der Kinder. Zum Beispiel wollten sie unbedingt Fotos machen, haben diese dann mit grossen Augen angeschaut, dabei von einem Ohr zum anderen gestrahlt und sich gleich wieder für das nächste Bild in Pose geworfen. Sie waren stolz, wenn sie eine Übung gut gemacht haben. Umso trauriger war die Aussage eines Trainers, der meinte, dass die Kinder am Anfang mit Komplimenten fast nicht umzugehen wussten, da sie diese wohl nicht gewohnt seien.



Am meisten in Erinnerung bleiben werden uns auf jeden Fall das Lachen und die Neugier der Kinder, ihre Freude haben an kleinen Dingen und die Fröhlichkeit, die sie ausgestrahlt haben. Es war eine wunderschöne und lehrreiche Erfahrung! Und am liebsten wären wir länger als ein paar Stunden geblieben, um dem munteren Treiben noch länger zuzuschauen.

 Mehr berichte zum Swisscor-Camp gibt es im Magazin Humanité von Ende August sowie in der kommenden Ausgabe des Jugendmagazins Ready.

Bericht in der Tagesschau 
Bericht in der Limmattaler Zeitung
Bericht in Journal 21
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