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Montag, 2. September 2013

Luis, Strassenretter in Tegucigalpa: Wir tun einfach, was zu tun ist.

In den Armenvierteln von Tegucigalpa wachsen Kinder inmitten von Gewalt und Drogenkriminalität auf. Um jenen, die es wollen, den Ausstieg und eine neue Perspektive zu ermöglichen, bietet das SRK dort Ausbildungen, Workshops und Freizeitprogramme an. Luis Geschichte, wie sie die Strasse in Tegucigalpa schrieb.
Katharina Schindler
hat Luis zugehört.

Eine Zeitlang habe ich mit dem Rotkreuzauto Rettungsfahrten gemacht. Da ich einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert habe, weiss ich, was zu tun ist.



Einmal wurde ich nach einer Schiesserei angerufen. Als ich hinkam, waren dort auf offener Strasse zwei Tote und ein Verletzter. Sofort habe ich mich um den Verletzten gekümmert und lebensrettende Massnahmen ergriffen.


Da fuhr plötzlich ein Auto vor, zwei Typen stiegen aus mit der Waffe in der Hand. Sie sagten mir, ich solle zur Seite rücken – dann erschossen sie den Verletzten. Ich konnte nichts tun.


Die Polizei war auch da, aber sie unternahm nichts. Manchmal haben die Polizisten selber Angst, oder sie stecken vielleicht mit den Killern unter einer Decke.  Ich werde dieses Erlebnis nie vergessen. Hier herrscht Krieg und wir vom Roten Kreuz tun einfach, was zu tun ist.










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