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Montag, 2. September 2013

Tödliche Überschwemmungen in Bamako

Heftige Regenfälle forderten am 28. August in Malis Hauptstadt Bamako mehr als 30 Menschenleben und richteten in zwei Stadtteilen massive Zerstörungen an. Dutzende der aus Sandlehm gebauten Häuser  brachen unter den Wassermassen zusammen wie Dominosteine.






Unter den Opfern befanden sich zahlreiche Kleinkinder, welche in dem zum Strom gewordenen offenen Abwasserkanal ertranken. Das Ausmass der Zerstörung hängt vor allem mit der fehlenden Abfallentsorgung in der Millionenstadt zusammen. Die Behörden haben die Abfalldeponien nach und nach aufgehoben, um das Land gewinnbringender zu vermieten.  Dies hat zur Folge, dass der Abfall in den Abwasserkanälen endet, welche zum Fluss Niger führen. 



Bei heftigem Regen verstopfen sie den Wasserabfluss, was zu den Überschwemmungen führt.  Für die Regierung haben der bewaffnete Konflikt im Norden des Landes und die Ernährungssicherheit grössere Priorität als der Abfallentsorgung... 



Eine erste Bestandsaufnahme  des Malischen Roten Kreuzes im stark betroffenen Stadtteil Baconi  zeigt, dass dort mehr als 80% der Häuser zerstört oder beschädigt sind. Die Essensvorräte sowie sonstiges Hab und Gut wurden weggeschwemmt.




Vordringlich müssen das stagnierende Wasser kanalisiert und die Trümmer weggeräumt werden, um die Verbreitung von Epidemien zu vermeiden. Die Verteilung von  Nahrungsmitteln an die Obdachlosen und die Reparatur der Häuser sind weitere wichtige Massnahmen.  Zusammen mit dem Malischen Roten Kreuz beteiligt sich auch die Delegation des Schweizerischen Roten Kreuzes an der Linderung der Not der Einwohner Bamakos.  


Sandra Aeschlimann
SRK-Delegierte in Bamako

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